| Beschreibung | MX wird als Ergebnis einer hypothetischen Faltung eines "wahren" Profils mit einer Response-Funktion MRsp angenommen. Eine Dekonvolution wird versucht und in MY gespeichert. Ein Filter MFlt wird ebenfalls berechnet. Falls mehr als eine Bild-Matrix mit derselben MRsp zu schärfen ist , benutze man MF_deconvolve nur einmal und verwende den so erhaltenen Filter MFlt, um weitere Matrizen durch Aufrufe von MF_filter zu entfalten. Die Response-Funktion muß in der für MF_convolve beschriebenen Weise in MRsp angeordnet werden.
Ebenso wie für MF_convolve müssen auch hier MX, MY, MRsp und MFlt alle dieselben Dimensionen aufweisen, die wiederum ganzzahlige Potenzen von 2 zu sein haben. MX darf durch MY überschrieben werden und MRsp durch MFlt, aber MX und MFlt sowie MY und MRsp müssen jeweils voneinander verschieden sein.
Mathematisch ist MFlt der Element für Element berechnete Kehrwert der Fourier-Transformierten von MRsp. Falls die Fourier-Transformierte von MRsp Elemente gleich Null enthält, bedeutet dies, daß jegliche Information für die betreffende Raum-Frequenz verloren und keine Rekonstruktion möglich ist. Das beste, was man in dieser Situation noch tun kann, ist, diesen Informationsverlust zu akzeptieren und nur bis zu denjenigen Raumfrequenzen zu schärfen, für die noch etwas übrig ist, um es zu rekonstruieren.
Es ist daher anzuraten, diese Funktion nicht "blind" zu gebrauchen, sondern die Fourier-Transformierte vonf MRsp zu inspizieren und auf der Basis des jeweiligen Anwendungs-Zweckes zu entscheiden, was zu tun ist. Wer diese Funktion trotzdem als solche anwenden möchte, der sollte die automatische Editierung des Filters ausnutzen, die in MF_deconvolve eingebaut ist. Hierdurch wird MFlt gleich Null (anstelle von Unendlich) gesetzt für diejenigen Frequenzen, an denen jegliche Information verloren ist. Die Schwelle für diese implizite Editierung kann durch Aufruf von VF_setRspEdit gesetzt werden. Um die aktuell eingestellte Editier-Schwelle zu erfahren, rufe man VF_getRspEdit. (Diese beiden Funktionen werden von den ein- und zwei-dimensionalen FFT-Routinen gemeinsam genutzt und sind in FUNKREF.HTM beschrieben.)
Diese Dekonvolution basiert auf der stillschweigenden Annahme, daß MX in beiden Dimensionen periodisch ist; ist dies nicht der Fall, vergleiche man die Beschreibung von VF_convolve bezüglich der Vermeidung von Rand-Effekten. |